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Back- und Küchenausstattung: Wann lohnt sich die Premium-Variante – und wann reicht die günstige?
In kaum einem Haushaltsbereich wird so leidenschaftlich gestritten wie beim Küchenequipment: Reicht das Muffinblech für 24 Euro, oder muss es das deutlich teurere Stück sein? Wer ein Messer für 132 Euro kauft – was bringt das gegenüber einer Basisausstattung? Wir haben uns den Preisunterschied genau angesehen, anhand konkreter Produkte, die bei Teigwerk täglich Bestseller sind. Das Ergebnis ist weniger schwarz-weiß, als viele denken: Bei manchen Aufgaben ist das günstige Teil objektiv die bessere Wahl, bei anderen lohnt sich der Premium-Preis jedes Mal aufs Neue.
Worum es in diesem Vergleich geht
Wir vergleichen zwei Positionen im Sortiment: Birkmann, ein inhabergeführtes deutsches Familienunternehmen für kreatives, unkompliziertes Backen – preislich im Einstiegs- bis mittleren Segment. Und Dexam, eine britische Marke, die seit 1957 Küchenwerkzeug baut und mit Linien wie Supreme oder Forest and Forge eher im gehobenen Segment spielt. Beide Marken überlappen sich bewusst nicht, sondern ergänzen sich: Birkmann für die Backstube, Dexam für Küche, Tisch und unterwegs.
Die Wert-Position: Birkmann-Backzubehör, das jeder braucht
Nehmen wir die drei Produkte oben. Das 3er-Set Ausrollhölzer aus unbehandeltem Buchenholz kostet 16,82 Euro und löst ein Problem, für das mancher gerne 50 Euro ausgibt: gleichmäßig ausgerollten Teig. Die Hölzer mit 3, 5 und 10 mm Stärke werden als Abstandshalter links und rechts gelegt – schon rollt Fondant exakt auf 3 mm und Pizzateig auf 5 mm. Mehr Präzision pro Euro findet man selten.
Dazu die Teigkarte aus Edelstahl für 10,20 Euro: 14,8 x 12 cm, mit Skalierung, spülmaschinengeeignet, hält praktisch ewig. Und das 12er-Muffinblech aus der Easy-Baking-Serie (37 x 26 cm, Mulden Ø 7 cm) für 24,11 Euro – ein durchschnittliches Rating von 4 von 5 Sternen bei über 560 Bewertungen spricht eine klare Sprache.
Warum lohnt sich hier kein Premium-Aufpreis? Ganz einfach: Bei Ausrollhölzern, Teigkarten und beschichteten Backblechen gibt es kaum funktionale Mehrwerte im höheren Preissegment. Buchenholz ist Buchenholz. Der Unterschied zwischen gutem und exzellentem Muffinblech liegt bei diesen Preisen im Bruchteil dessen, was man für ein Premium-Kochgeschirr extra zahlt. Wer hier spart, spart richtig.
Wo der Premium-Preis gerechtfertigt ist: Messer, Bräter, Materialien mit Handwerk
Anders sieht es bei Werkzeugen aus, die täglich Kanten, Hitze und Kraft abbekommen. Das Forest-and-Forge-Schälmesser mit 10 cm Klinge (132 Euro) wird in Sheffield gefertigt – einer britischen Stadt, deren Messertradition über 700 Jahre zurückreicht. Der Kirschholzgriff ist handgearbeitet, die Klinge wird im Gegensatz zu gestanzten Industrieklingen länger scharf bleiben und lässt sich nachschärfen, statt ausgetauscht zu werden. Ein Schälmesser wird im Schnitt mehrmals pro Tag benutzt. Auf zehn Jahre gerechnet kosten 132 Euro keine vier Euro im Jahr.
Der Supreme-Bräter (35 x 26 cm, 56,40 Euro) ist das Gegenstück: strukturierte Antihaft-Oberfläche, Edelstahl, 10 Jahre Garantie. Diese Garantie ist kein Marketing-Schnörkel – sie zeigt, dass Dexam beim Supreme-Segment die Materialdicke und Verarbeitung entsprechend ausgelegt hat. Ein dünner Bräter verzieht sich bei hoher Hitze, ein guter bleibt plan und brät gleichmäßig an.
Interessant ist der letzte Vergleichsfall: die French Spatula aus französischer Buche für 2,70 Euro. Auch Dexam hat günstige Teile im Sortiment – und genau das zeigt das Prinzip: Die Marke, nicht der Preis bestimmt die Qualität. Ein Holzschaufel ist ein Holzspatel, ob für 3 oder 30 Euro. Wichtig ist nur, dass er aus massivem Buchenholz ist und damit antihaftbeschichtete Pfannen nicht zerkratzt.
Die Faustregel
Nach all den Vergleichen bleibt eine klare Faustregel: Zahle Premium dort, wo Materialstärke, Schärfe oder Handwerkskunst spürbar sind – Messer, Bräter, Töpfe. Bleib beim Wert-Anbieter dort, wo einfache Materialien funktionieren – Backbleche, Hölzer, Kleinteile. Birkmann und Dexam ergänzen sich dabei perfekt: Der Backteig wird mit dem Birkmann-Set gleichmäßig, das Gemüse dafür schneidet man mit dem Sheffield-Messer, und der Braten kommt in den Supreme-Bräter.
Unser Fazit für den Einstieg
Wer eine Küche oder Backstube von null ausstattet, fährt am besten so: Starte mit den günstigen, unverwüstlichen Basics – zusammen kommen die drei Birkmann-Teile oben auf gerade einmal rund 51 Euro. Investiere dann gezielt in zwei bis drei Premium-Stücke, die du täglich nutzt. Ein Schälmesser und ein solider Bräter sind dafür die klassischen Kandidaten. So bekommst du das Beste aus beiden Welten – ohne in ein Preissegment zu rutschen, das sich für Einsteiger nicht rechnet.