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Kennt jeder, der schon einmal eine Quiche gebacken hat: Der Boden sieht goldbraun aus, aber in der Mitte bleibt er blass, teigig und „nass“. Der Grund ist physically simpel – der Belag gibt Feuchtigkeit ab, und der Teigboden sitzt direkt auf der kalten Form. Die Lösung heißt Blindbacken: Der Boden wird vorab mit Gewicht halb oder ganz vorgebacken, bevor der Belag überhaupt hinkommt.
Und genau hier entscheiden sich die Ergebnisse. Wer Bohnen oder Reis aus dem Vorratsschrank nimmt, bekommt ungleichmäßige Böden und im schlimmsten Fall steinige Kuchen. Keramik-Backkugeln sind der saubere, wieder verwendbare und präzise Weg. Diese Anleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie es gelingt – vom Ausrollen über die richtige Füllmenge bis zur Backzeit.
Mürbeteig braucht Hitze von allen Seiten, um auszubacken und knusprig zu werden. Kommt über dem Boden aber feuchter Belag – Eiermilch, Rahm, Gemüse, Obst –, kann die Hitze nur von unten und von den Rändern wirken. In der Mitte bleibt der Teig teigig.
Beim Blindbacken backt der Boden allein, mit Hitze von unten und durch die leere Form hindurch. Damit der Teig dabei nicht an den Wänden hochläuft und am Boden sich Blasen bilden, braucht er Gewicht. Die Kugeln übernehmen dieses Gewicht gleichmäßig – und die Keramik speichert zusätzlich Hitze, was den Boden von unten zusätzlich anbrät.
Hülsenfrüchte funktionieren in der Not, haben aber drei Nachteile: Sie liegen unregelmäßig, geben kein gleichmäßiges Gewicht ab und müssen danach trotzdem weggeschmissen werden, weil sie ungenießbar werden. Keramik-Backkugeln verteilen sich elegant in jede Ecke, sind hitzebeständig bis 230 °C, rosten nie, nehmen keinen Geruch an – und Sie verwenden sie einfach wieder.
Die Birkmann Blindbackkugeln (700 g, Keramik) reichen laut Herstellerangabe für Formen bis 28 cm Durchmesser – also für praktisch jede Standard-Tarte- und Quicheform im Haushalt. Sie kommen in einer praktischen Aufbewahrungsdose, in der sie nach dem Abkühlen direkt wieder verschwinden.
Der häufigste Fehler beim Blindbacken passiert vor dem Ofen: ungleichmäßig ausgerollter Teig. Ist der Boden mittendrin dünner als am Rand, backt er ungleich, und die dünnen Stellen werden brüchig. Arbeiten Sie mit Abstandshaltern, dann rollen Sie auf exakt die gewünschte Stärke – für Tarteböden sind 3 bis 4 mm ideal. Ein genormtes Ausrollholz-Set mit 3, 5 und 10 mm Abstandshölzern macht das wiederholbar, egal wer in der Küche steht.
Legen Sie den Teig locker in die Form, drücken Sie ihn an Boden und Rand an – ohne zu dehnen, sonst zieht er sich beim Backen zusammen. Ein kleiner Teigüberschuss über dem Rand kann später sauber mit der Teigkarte abgetrennt werden. Die scharfe Edelstahlkante schneidet am Rand sauber und bleibt dabei spülmaschinengeeignet.
Schneiden Sie einen Kreis aus Backpapier, der etwas größer als der Formboden ist, und legen Sie ihn direkt auf den Teig. Das Papier schützt den Teig vor dem direkten Kontakt mit den Kugeln und verhindert, dass sich Kugeln in rohem Teig festsetzen.
Füllen Sie die Kugeln auf das Papier, bis sie den Boden gleichmäßig bedecken und leicht gegen die Ränder drücken. Als Faustregel für eine 24- bis 26-cm-Form reicht die Hälfte bis zwei Drittel der 700-g-Dose. Der Papierbeutel soll gefüllt und straff sein, aber nicht überlaufen – sonst schieben sich Kugeln beim Transport in den Ofen aus dem Zentrum an die Ränder.
Für einen Mürbeteigboden gilt die bewährte Kombination:
Tipp für extra knusprige Böden: Bestreichen Sie den vorgebackenen Boden dünn mit verquirltem Eiweiß und schieben Sie ihn nochmal 2 Minuten in den Ofen. Das Eiweiß versiegelt den Boden – Quiche bleibt auch am nächsten Tag noch knusprig.
Heben Sie das Papier mit den heißen Kugeln am Rand an und schütten Sie die Kugeln zurück in die Dose – nach dem Abkühlen, sonst kondensiert Feuchtigkeit in der Dose. Der Boden kommt am besten auf ein Auskühlgitter, damit Luft von unten zirkuliert und der Boden nicht von der eigenen Restfeuchte durchweicht, während der Belag vorbereitet wird.
Das gleiche Prinzip funktioniert für alles, was einen vorgebackenen Boden braucht:
Die 700-g-Dose von Birkmann ist für Formen bis 28 cm Durchmesser ausgelegt. Für kleinere Formen (20–24 cm) reicht meist die Hälfte bis zwei Drittel. Wichtig ist, dass der Boden komplett bedeckt ist und die Kugeln leicht gegen den Rand drücken.
Ja, unbegrenzt. Keramik nimmt keinen Geschmack und keinen Geruch an und rostet nicht. Nach dem Abkühlen können die Kugeln einfach in die Dose zurück.
Nein. Keramik-Backkugeln sind ab Werk lebensmittelecht und brauchen keine Vorbereitung. Wenn Sie sie zwischendurch reinigen möchten, einfach mit lauwarmem Wasser abspülen und gut trocknen lassen, bevor sie zurück in die Dose kommen.
Nein, sie sind bis 230 °C hitzebeständig und vertragen normale Ofenzeiten problemlos.
Blindbacken ist keine Hexerei – es ist eine Frage der richtigen Gewichtung, der richtigen Zeit und einer gleichmäßig ausgerollten Teigplatte. Mit einer Dose Keramik-Backkugeln, einem Ausrollholz mit Abstandshaltern und einem Auskühlgitter gehört der durchweichte Quicheboden der Vergangenheit an. Und das Beste: Die Kugeln kaufman einmal und begleiten Sie durch Jahrzehnte an Tartes, Quiches und Käsekuchen.
Ab 45,00 € ist der Versand kostenlos. Darunter kostet er 8,00 €.
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